Die Projektierung

Projekte im Namen von Modernität und Wohlstand

Die Geschichte der Staudämme steht häufig als Synonym für Fortschritt, Technikgeschichte, wirtschaftliche Entwicklung und den heroischen Einsatz von zahlreichen Ingenieuren und Arbeitern. Mitten im 20. Jahrhundert besingt man die Elektrifizierung der kleinen Landes wie ein Heldenepos. Die Verwendung der Wasserkraft – die «weisse Kohle» oder das «weisse Gold» – spielte eine bedeutende Rolle in der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Schweiz des 20. Jahrhunderts. Man kann mit Recht von einer «Revolution» der Wasserkraft sprechen. Lebensraum, Arbeit und soziale Zusammenkünfte verändern sich durch die Einführung des Stroms enorm (Walter et al. 2015, S.10 und S.69).

Der Bau eines Stauwerks ist eine langwierige und kühne Angelegenheit, die grosse finanzielle Mittel beansprucht – häufig mehrere Millionen Franken –, und die komplexe Verhandlungen zwischen verschiedenen Akteuren beinhaltet. Viele Vorlaufstudien müssen realisiert werden: geologische Untersuchungen, Zählungen des Strom- und Wasserbedarfs, Rentabilitätsrechnungen und Analysen der Umwelteinflüsse. Der Bau eines Stauwerks ist somit nicht nur Aufgabe von Ingenieuren, sondern auch anderer Spezialisten (Ökonomen, Juristen, Politiker, Naturwissenschaftler). Grundlage aller wirtschaftlichen oder politischen Entscheidungen bleibt die technische Machbarkeit des Projekts. Die Bauingenieure müssen versichern können, dass technische Perfektion erreicht wird, und dass der Widerstand der Staudämme gross genug ist, um die Kräfte des Wassers zurückzuhalten.

Sihlsee: Übersichtskarte mit prognostizierten Pegelständen, durchschnittlicher Seestand von März bis Mai aufgrund von Wassermessungen von 1902-1924. Datum des Plans: 1924-1928. © Klosterarchiv Einsiedeln (KAE Plan 3.0225.0015).

Wenn die Planungen für einen Staudamm fertiggestellt sind und die Machbarkeit bewiesen ist, müssen zahlreiche Genehmigungen eingeholt werden. In der Schweiz ist die zuständige Gemeinde- oder Kantonalstelle die Hauptakteurin. Sie verfügt über die Rechte zur Nutzung von Wasser. Die Abteilung Wasser des Bundesamts für Umwelt kontrolliert wiederum die allgemeine Sicherheit des Projekts. Die für die Genehmigungen zuständigen Behörden müssen ausserdem die Auswirkungen überprüfen, die ein Projekt auf die Umwelt hat, und entsprechende Studien in Auftrag geben (http://www.swissdams.ch/de). Es dauert meistens sehr lange, bis die Genehmigungen erteilt werden. Verschiedene Akteure greifen ein und verhandeln über ein Projekt, das gleichzeitig Enthusiasmus, Angst und Misstrauen hervorruft. Rechtliche, technische und finanzielle Aspekte sowie Fragen des Grundbesitzes fügen der Komplexität der Projekte noch weitere Dimensionen hinzu.

Die Elektrifizierung des Landes

Die Idee für mehrere Stauwerkprojekte in der Schweiz entsteht Ende des 19. Jahrhunderts. Der Strom kommt zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert in die Schweizer Städte. Geschäftemacher und Industrielle erkunden in diesem Zusammenhang die Schweiz auf der Suche nach potentiellen Speicherbecken zur Nutzung von Wasserkraft. Die „elektrische Fee“ ruft weiterhin Entzücken hervor. Auch das Vorhaben der Politik, das Eisenbahnstreckennetz zu elektrifizieren hat einen grossen Einfluss auf die Gestaltung des Energiesystems.

Im 20. Jahrhundert wird durch das Wachstum von Zürich und die Industrialisierung immer mehr Strom nötig. Zwischen 1911 und 1914 untersucht ein Ingenieur die Möglichkeiten eines Auffangbeckens im Julia-Tal zwischen Cunter-Burvagn, Rona und Marmorera. Der riesige Anstieg des Energieverbrauchs zwischen 1923 und 1940 führt dazu, dass Zürich beginnt, sich für diverse Stauwerk-Projekte zu interessieren: zuerst das geplante Projekt in Hinterrhein, dann das in Greina-Bivio. Da diese zwei Projekte nicht realisiert werden, sucht die Stadt 1947-1948 andere Möglichkeiten und nach mehreren Studien entscheidet sie sich für eine Staumauer in Marmorera, die zwischen 1949 und 1954 gebaut wird.

Abgebrochenes Stauwerkprojekt in Greina, 1936. Foto: Ernst Brunner. © Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde.

Die Idee, die Wasserkraft zu nutzen, die aus der Sihl entsteht, und den Stausee «Sihlsee» (Schwyz) zu bauen, kommt Ende des 19. Jahrhunderts auf, mit dem Ziel, die Stadt Zürich laufend mit Strom zu versorgen. Von der Idee von 1897 bis zur Umsetzung des Projekts 1937 vergehen vierzig Jahre. 1897 fragt die Maschinenfabrik Oerlikon den Kanton Schwyz um die Bewilligung für einen Stausee im Sihltal. Die Wassernutzungsrechte sind in dieser Zeit noch nicht auf kantonaler Ebene geregelt, wodurch eine gewisse Verwirrung entsteht und juristische Konflikte folgen. Das Projekt geht 1909 an die SBB (Schweizerische Bundesbahnen, gegründet 1902). Neben dem Plan des Ingenieurs Kürsteiner von 1897, welchen er für die Firma Oerlikon entwickelt, entsteht eine ganze Serie von Plänen für künstliche Seen (das Eggsee-Projekt von Auguste Oechslin 1898, das Hüttnersee-Projekt 1899, das Sihl-Alpen-See Projekt des Priesters Cölestin Muff 1919), doch das Projekt von Kürsteiner bleibt am beliebtesten. 1913 entscheidet die SBB, ihr Netz zu elektrifizieren und eigenen Strom herzustellen, wofür sie Elektrizitätswerke benötigt. Die Erschliessung der Sihl mit dem Etzelwerk als Zentrale erscheint als beste Lösung. Da hunderte AnwohnerInnen umziehen und viele Grundstücke und landwirtschaftliche Betriebe weichen müssen, um dem 11 km2 grossen See Platz zu machen, folgen lange Verhandlungen um die Konzessionsverträge, Entschädigungen und Abfindungen mit der Bevölkerung und den lokalen Behörden. Auch die Vorbereitungen für das Projekt finden in einer schwierigen Phase statt. Der erste Weltkrieg und die Wirtschaftskrise der 1930er führen zu Diskussionen über die nationalen Prioritäten, die Bedeutung von Entwicklungen auf dem Energiesektor und über die Notwendigkeit, genügend Lebensmittel zu produzieren. Die Etzelwerk AG, gegründet 1931, eine Schwesterfirma der SBB und der NOK (Nordostschweizerische Kraftwerke AG, gegründet 1914) wird mit dem Bau und der Erschliessung der Etzel-Zentrale beauftragt. 1929 sind alle Verträge unterschrieben, die Arbeiten beginnen 1932 und enden offiziell 1937. Die SBB baut ausserdem ein Stauwerk in Barberine im Wallis, um ihr Netz zu versorgen. Dieses wird später unter der Stauanlage von Emosson versenkt.

Der Sihl-Alp-See, eine riesige Projekt,1919. Eine Kartenskizze von Pater Cölestin Muff, Benediktiner in Einsiedeln und Pfarrer von Egg, der gegen das erste Sihlseeprojekt von 1898 ist. © Stiftsarchiv Einsiedeln (Saurer 2002, S.12).

Im Kanton Freiburg kommt die Stromproduktion der steigenden Nachfrage von Städten, Haushalten, Industrie und Bahnnetz sehr schnell nicht mehr nach. In den 1920er Jahren müssen sich die Stromwerke des Kantons (Entreprises électriques fribourgeoises, heute Groupe E) auf das Nachbarnetz stützen. Um sich aus dieser Abhängigkeit zu lösen, entsteht die Idee, einen grossen Stausee in der Nähe von Rossens zu bauen. Vorlaufstudien zeigen gute geologische Konditionen des Geländes und grosse Kapazitäten des Stausees. Das „einzige“ Problem besteht darin, dass bebaubares Land überschwemmt, AnwohnerInnen umgesiedelt und Gebäude zerstört werden müssen. Das Projekt wird 1943 einstimmig vom Grossen Rat akzeptiert. Die vorbereitenden Arbeiten beginnen 1944 mit dem Bau von zwei Passagen und einer Zugangsstrasse, um die Saane umzuleiten. In den folgenden vier Jahren wird die Staumauer gebaut.

Langwierige Projekte

Wie es der beschriebene Fall des Sihlsees zeigt, dauert die Durchführung eines Stauwerkprojekts meistens mehrere Jahre. Häufig werden verschiedene Varianten des Projekts öffentlich diskutiert und sukzessive ausgearbeitet – manchmal durch eine Reihe von Ingenieurbüros und durch konkurrierende Baumeister – und von der Idee bis zur Umsetzung können Jahrzehnte vergehen.

Der Stausee im Lei Tal (Graubünden – Italien) ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts geplant, doch die Umsetzung findet erst mehrere Jahrzehnte später statt. Schlussendlich wird 1948 ein Projekt durch die Partner akzeptiert, doch es finden noch 8 Jahre lang Vertragsverhandlungen mit den AnwohnerInnen statt. 1949 wird ein Vertrag zwischen Italien und der Schweiz geschlossen. Nachdem zwischen den beiden Staaten Land ausgetauscht wird, befindet sich der Staudamm letztendlich auf Schweizer Boden. Die Arbeiten beginnen 1957 und enden 1961. Für den Bau des Stauwerks von Emosson im Wallis in den 1960ern werden zwischen der Schweiz und Frankreich Abkommen zur Wassernutzung und ein ähnlicher Austausch von Territorien ausgehandelt.

Im Wallis stammt die erste Konzession zur Erschliessung der Salanfe aus dem Jahr 1895. Diese gewährt den Bau einer Fabrik zur Nutzung der hydraulischen Energie am Fusse des Wasserfalls von Pissevache, um die Gemeinde Salvan zu versorgen (die Nutzung funktioniert heute noch). Die juristischen Zuständigkeiten in Bezug auf die Salanfe sind sehr komplex, was zu einer mühseligen Prozedur führt. Seit 1870 ist die Salanfe in Besitz des Patriziats von St. Moritz, Vérossaz, Evionnaz und Massongex. Evionnaz arrangiert sich mit den drei anderen Gemeinden, um die alleinige Zuständigkeit für das Salanfe-Gebiet zu erhalten. Zehn Jahre und vier Sitzungen beim Grossen Rat sind notwendig, um die komplexe Situation zu klären. 1917 interessiert sich die Gemeinde Evionnaz für die potentiellen Profite aus den Gebühren für die Wasserkraft und verkauft dem Basler Industriellen Grégoire Stächelin für 25’000 Franken die hydraulischen Kräfte der Salanfe sowie die Rechte, einen Stausee auf der Hochebene zu errichten. Der Grosse Rat gibt seine Zustimmung 1917, doch drei Jahre später engagieren die drei Patriziate von St. Moritz, Vérossaz und Massongex einen Anwalt, um sich gegen die Anerkennung des Projekts und die Übergabe an den Industriellen Grégoire Stächelin durch den Regierungsrat zu wehren. Als Argument dient dabei, dass Evionnaz ihnen niemals über das von Stächelin vorgeschlagene Stausee-Projekt Bescheid gab. Die drei Patriziate sind gegen das Wasserkraftprojekt und betonen, dass sie durch den Verlust der Salanfe ihre fruchtbarste Alp verlieren – und das in einer Zeit, in der die Tierzucht für einen grossen Teil der Bevölkerung den alleinigen Lebensunterhalt darstellt. Die einzige Rechtsbeschwerde scheitert und von da an bildet sich keine beständige Opposition gegen den Stausee mehr.

1942 wird die Konzession für den Bau des Beckens von Salanfe und von Clusanfe vergeben. Drei Projekte stehen somit in Konkurrenz zueinander und jenes, welches ausgewählt wird, soll zu einem Werk in Miéville führen. 1947 wird die Salanfe AG gegründet (sie gehört den zwei Gründergesellschaften EOS und Lonza) und die Bauarbeiten beginnen (EOS wird mit der Durchführung der Bauarbeiten beauftragt). Die Genehmigung (1948 durch den Regierungsrat erteilt) legt fest, dass Arbeiter und Firmen aus den zustimmenden Gemeinden den Vorzug erhalten sollen. Somit finden viele Bewohner aus der Region Arbeit auf der Baustelle. Das Stauseeprojekt von Salanfe wird 1952 beendet. Die Dauer der Bewilligung währt für 80 Jahre ab Anlauf der ersten Turbine 1953.

Widerstände: zwischen wirtschaftlichen Interessen und Verteidigung des Kulturerbes

Die Gründe für den Widerstand gegen ein Stauwerk sind vielfältig. Sie reichen vom Verlust von Wohnorten sowie genutzten und bewirtschafteten Grundstücken hin zum Unbehagen über die mögliche Zerstörung der natürlichen und kulturellen Landschaft. An gewissen Projekten beteiligen sich auch Landschafts-, Umwelt- und Kulturschützer. Diese fürchten eine Beschädigung der Schweizer Landschaft und das Zubetonieren der alpinen Regionen, die für sie ein Nationalsymbol darstellen. Andere wiederum fürchten, dass es Berechnungsfehler, Sabotage oder militärische Anschläge gibt, die ein gesamtes Tal überschwemmen könnten. Als der Sihlsee gebaut wird, gibt es besondere Sicherheitsmassnahmen, um während des Zweiten Weltkriegs die Baustelle vor potentiellen Angriffen durch feindliche Flugzeuge zu schützen (Kabel mit Gittern werden über die Baustelle gehängt). Mehrere neuere Prognosen zeigen, dass Teile der Stadt Zürich 8 Meter unter Wasser stehen würden, falls die Staumauer des Sihlsees einbrechen sollte.

Die Kriegszeit allerdings zeigt die Bedeutung einer unabhängigen Energieversorgung der Schweiz auf sowie die Notwendigkeit, die Landwirtschaft zu unterstützen, um eine Hungersnot zu verhindern. Es stehen sich Verteidiger der Tradition und Befürworter des wirtschaftlichen Wachstums gegenüber. Die Projektbefürworter unterstreichen die wesentliche Rolle, die Stauwerke für den Wohlstand und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes spielen. Die Stauanlagen sollen einen Strommangel verhindern und werden als Versprechen für eine erfolgreiche Zukunft gesehen. Auf der einen Seite stehen die Städter und «nationale Interessen», auf der anderen Seite dutzende oder hunderte BewohnerInnen eines betroffenen Tals. Das Allgemeinwohl hat häufig mehr Gewicht als private Interessen. In zahlreichen Geschichten von Stauwerkprojekten streiten sich zwei Welten und zwei Ideologien. Einerseits der Glaube an die grenzenlosen Fähigkeiten der Technik und die Notwendigkeit des Fortschritts und andererseits der Glaube an die Werte der Tradition und der Natur. Es stehen sich Techniker und Wirtschaftsvertreter (Glaube an die Notwendigkeit und Machbarkeit des Projekts, nationale Mission der Stromversorgung, wirtschaftliches Wachstum) und Verteidiger der Heimat (Freiheits- und Heimatsliebe, Bodenverbundenheit, Verteidigung von Traditionen, Landschaftsschutz) gegenüber.

Durch den Wirtschaftsboom nach dem Zweiten Weltkrieg, die hohe Konjunktur und die vielen Arbeitsstellen erhalten Stauwerkprojekte und die Konstruktion von Wasserkraftwerken in der Schweiz starken Aufschwung. Zwischen 1950 und 1970 werden fast 80 über 15 Meter hohe Staudämme gebaut. Die Wasserkraftprojekte vervielfältigen sich, insbesondere im Wallis. Dieser Kanton realisiert, dass er durch die Nutzung des «weissen Goldes» vom Wohlstand des Landes profitieren kann. Es fliessen mehrere Millionen an Investitionen ins Wallis. Im Laufe der 1970er Jahre verlangsamt sich der Bau von Staudämmen als Folge der Entstehung von Atomkraftwerken und des steigenden Bewusstseins für die Umwelt und Ökologie. Hydroelektrische Projekte werden in den 2010er Jahren wieder präsenter, da der Atomausstieg geplant wird. In dieser Zeit bildet sich allerdings gleichzeitig eine neue Wirtschaftslage – die Strompreise sinken und die grossen Wasserkraftwerke sind kaum noch rentabel. Heute erscheint der Bau von neuen Wasserkraftwerken wenig sinnvoll.

L Nächstes Kapitel: Visionen und Visualisierungen

«Des ingénieurs, des géologues, des guides, des autorités de la vallée viennent en premier en observateurs. Puis ils reviennent avec «d’imposants Messieurs de l’économie électrique et de la finance pour examiner les possibilités du projet. Des pourparlers commencent dans les communes pour mettre au point les contrats de louage des eaux, puis des ingénieurs réapparaissent […] avec leurs ouvriers […], afin de mesurer les débits d’eau, l’étanchéité du bassin, la résistance de la roche, en forer les couches, en extraire des échantillons et les soumettre à l’analyse.» Suivent des relevés topographiques réalisés par des avions survolant la région (R. Bonvin, ingénieur. In: Guex 1956, S. 165).

Die Elektrifizierung des Eisenbahnnetzes, die Entwicklung urbaner Bedürfnisse und der Ausbau der Industrie (Metall und Chemie) sind die Hauptauslöser für die Entstehung der Schweizer Wasserkraftwerke.

«L’échelle des aménagements se modifie durant l’entre-deux guerres avec les premiers grands réservoirs dans des vallées barrées par de gros murs de béton. L’énergie produite échappe à une logique de consommation régionale grâce à des modes de transport du courant plus performants, qui contribuent à intégrer la production dans des réseaux supra-régionaux, voire nationaux. Chemins de fer, éclairage domestique, confort ménager, tout peut se mettre à l’électricité. Les modes de vie transformés de manière spectaculaire s’accompagnent d’un grand chambardement des paysages : aussi rectilignes que les concessions à la topographie l’autorisent, les nouvelles trames linéaires des lignes ferroviaires, des fils électriques, des rivières canalisées plaquent un ordre géométrique sur le territoire (Walter et al. 2015, S. 11).»

R. Bovin, ingénieur «

Pensons aussi que ces aménagements hydro-électriques et le dévouement généreux de ceux qui y travaillent servent à l’amélioration des conditions de vie des habitants – indigènes – des hautes vallées. La vie redevient possible dans ces hauts villages des Alpes, parce que les caisses communales utilisent pendant la durée des concessions des revenus provenant des redevances et des impôts, afin de construire et d’entretenir des réseaux d’eau potable et d’égouts, des maisons d’école, des églises, des voies de communication, le payement de l’apprentissage, etc. [...] Que ceux qui bénéficient du confort créé par la vie rude des hommes, là-haut, pensent souvent à eux dans la lumière, la chaleur du foyer, et dans le ronronnement des moteurs qu’ils utilisent. (Guex 1956, S. 170) »

Bundesgesetz über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte

Das 1916 verabschiedete Gesetz spricht dem Bund die Aufsicht über die Nutzung von Wasserkraft zu. Die Gemeinschaft, die über ein Gewässer zur Energiegewinnung verfügt, kann dieses selbst nutzen, oder Dritten die Nutzung erlauben. Die Bewilligungen zur Nutzung von Wasser werden durch die kantonale Behörde vergeben, auf dessen Gebiet sich der zu nutzende Abschnitt des Gewässers befindet: Gemeinde, Bezirk, Korporationsgemeinde oder Kanton.

L Link zum Bundesgesetz über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte (1916)
Meinrad Inglin, Urwang (1954) «

In trockenen Wintern ist die Versorgung schon jetzt knapp, vom internationalen Bedarf gar nicht zu reden, und sie kann nur durch neue Kraftwerke sichergestellt werden. Ausserdem müssen wir Energie zu Kompensationszwecken ausführen können, was vorläufig nur im Sommer möglich ist. Unsere Volkswirtschaft ist auf die Krafterzeugung angewiesen, und ich begreife nicht, dass du dich dagegen wehren kannst.
"Unsinn, Erich !" rief der Major. "Ich wehre mich nicht gegen die Krafterzeugung, fällt mir nicht ein. Kraftwerke sind unentbehrlich. Sie dürfen aber nicht zur Vernichtung ganzer Täler führen, und sie sollen nicht die Industrie veranlassen, ohne Rücksicht auf das Ganze weiter zu wuchern. […] Prosperität, blühende Wirtschaft, Wohlstand – alles schön und recht, aber der materielle Wohlstand ist nicht unser höchstes Ziel, es gibt noch höhere Werte, und es ist eine Schande, wenn wir auf Kosten dieser Werte unseren Geldsack füllen. Der innere Wohlstand ist wichtiger als der äussere." (Lüthi 1995, S. 68) »

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